40 Jahre Werbegemeinschaft Troisdorf

1971 bis 2011

Troisdorfer City-Werbegemeinschaft

("Troisdorf Aktiv e.V.")

Die City-Werbegemeinschaft "Troisdorf Aktiv e.V." wird in diesem Jahr 40 Jahre jung. Ihr gehören Einzelhändler, Dienstleister und Freiberufler an, die sich zum Ziel gesetzt hatten und haben, ihre Kräfte zu bündeln, um die Innenstadt für Ihre Geschäfte, die Kunden, Besucher und Anwohner attraktiver zu machen.

Der Grad der Attraktivität einer City ist das werbeträchtigste Aushängeschild einer Stadt. Kriterien für den Grad der Attraktivität einer City sind u.a.:

  • verkehrstechnisch gute Anbindung und Erreichbarkeit sowie ausreichende Parkmöglichkeiten;
  • ein schönes bauliches und gestalterisches Ambiente (Erscheinungsbild) der Innenstadt,
  • ein ansprechendes Warengebot in den Fachgeschäften und der Gastronomie und
  • letztlich, dass das Verweilen und Einkaufen in der City zum Erlebnis wird.
  • Findet der Kunde/Besucher all dieses zu seiner Zufriedenheit vor, dann fühlt er sich wohl und wird gerne wieder kommen. Seine Erfahrungen wird er anderen mitteilen und so wesentlich zum "Ruf" (Image) der Stadt beitragen.

    Diese Erkenntnis und die Notwendigkeit, den Einzelhändlern rechtzeitig in den stadtplanerischen Entscheidungsgremien der Politik und Verwaltung Gehör zu verschaffen, war vor 40 Jahren Anlass zum Zusammenschluss der Einzelhändler in einer "City-Werbegemeinschaft". Ermutigt und unterstützt wurden die Troisdorfer Einzelhändler hierbei durch den in Siegburg ansässigen Einzelhandelsverband.

    Die Namenswahl der Werbegemeinschaft war schon Programm an sich, da es in Troisdorf- Mitte keine eigentliche Innenstadt gab. Die Geschäfte reihten sich hauptsächlich entlang der Bundesstraße B8 von der Frankfurter Straße über die Kölner Straße bis zur Dynamit Nobel (heutiges Rathaus). Weitere Geschäfte gab es in den Seitenstraßen: Kirchstraße, Klevstraße, Alte Poststraße, Hippolytusstraße, Schloßstraße, Wilhelm-Hamacher-Straße und Wilhelmstraße. Die Alte Poststraße hatte als Entlastungsstraße keine Bedeutung.

    Alle Straßen waren für den Durchgangsverkehr geöffnet, da es damals weder eine Umgehungsstraße noch die Autobahn A59 gab. Wie in den alten Fotos erkennbar, war dieser enge "Schlauch", durch den sich neben dem Anlieger- und Zuliefererverkehr zusätzlich der gesamte Durchgangsverkehr (einschließlich Lastverkehr) quälen musste, noch weitgehend beidseitig mit Altbaubestand (Wohnhäusern) und vielen Einzelhandelsgeschäften besetzt.

    Erst 1982 entstand durch den Bau der Fußgängerzone und durch die Herausnahme des Verkehrs aus Haupt- und Nebenstraßen so etwas wie ein langgestreckter, in sich geschlossener City-Bereich zwischen Wilhelm- und Kirchstraße. Die Geburt der Fußgängerzone verursachte bei Bürgern wie Kunden vielfach erhebliche "Wehen"schmerzen, da vorerst einmal liebgewordene Annehmlichkeiten wegfielen: Man konnte die Geschäfte nicht mehr direkt mit dem Auto anfahren und die gekaufte Ware im Kofferraum verstauen. Die Parkplätze zu beiden Seiten der Kölner Straße - jetzt Fußgängerzone - gab es nicht mehr. Längere Wege zum Parkplatz, Parkhaus oder Tiefgarage mussten (leider auch "bepackt") in Kauf genommen werden. Auch bei den ansässigen Geschäftsleuten kam das Projekt "Fußgängerzone" nicht überall gut an. Für einige bedeutete diese autofreie Zone das geschäftliche Aus: z.B. für Möbelgeschäfte (Möbel Franz), für die Tankstellen Pütz und Wymar sowie für den Steinmetz Mimzeck (heute Allianzgebäude).

     

    Einhergehend mit der Gestaltung eines Innenstadtbereiches waren die baulichen Veränderungen. Nur wenige markante alte Häuser sind aus dem Altbaubestand heute noch erhalten.

     

    Die auf den folgenden Seiten abgebildeten Fotoansichten zeigen Ihnen in einer Gegenüberstellung "damals - heute", welche bauliche rasante Entwicklung hier in den letzten 40 Jahren stattgefunden hat. Viele Straßenansichten sind fast nicht wieder zu erkennen.

    Die neuen, von "Troisdorf Aktiv" geschossenen Fotos wurden aus dem gleichen Blickwinkel aufgenommen wie ihn die alten Fotoansichten zeigen, die uns freundlicherweise von der Heinz-Müller-Stiftung (im Rathaus) für diese Bildbroschüre zur Verfügung gestellt wurden. Hierfür möchte "Troisdorf Aktiv e.V." herzlich danken. Auch möchten wir unseren Dank unserem Mitglied, dem Rautenberg Media & Print Verlag aussprechen, der durch sein Sponsering Druck und Veröffentlichung dieser Bildbroschüre ermöglicht hat.

    Wir wünschen nun Allen viel Freude und Aha-Erlebnisse auf der nostalgischen Rundreise durch die damalige "Innenstadt" von Troisdorf.

    Ihre

    City-Werbegemeinschaft
    B. Dölling,
    1. Vorsitzender
    Troisdorf Aktiv e.V.

    Zusätzliche Informationen